Schwangerschaft/Geburt/Wochenbett

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Medikamente in der Schwangerschaft

Die Vorsorgeuntersuchung

Pränataldiagnostik

Frau Dagmar Stapper  -  unsere Hebamme

Psychosoziale Unterstützung

Die Geburt

Das Wochenbett

Wahlleistungen in der Schwangerschaft
Wahlleistungen sind Privatleistungen, deren Kosten nicht von der Kasse getragen werden.

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Medikamenteneinnahme in der Schwangerschaft

Wenn Sie vor und in der Schwangerschaft täglich 0,4 mg Folsäure und 150 mg Jodid einnehmen, können Sie die Ausbildung einer geschlossenen Wirbelsäule unterstützen und einem Jodmangel vorbeugen. Bitte nehmen Sie Jodid 150 mg auch in der Stillzeit ein. Entsprechende Präparate  bekommen Sie ohne Rezept in jeder Apotheke.
Bei  Schilddrüsenerkrankungen sollten Sie Ihre Werte in der Frühschwangerschaft bei Ihrem/r behandelnden Arzt/Ärztin überprüfen lassen und besprechen, ob die Einnahme von Jodid 150 mg für Sie sinnvoll ist.
Nach Kontrolle Ihres Hämoglobinwertes werden wir Ihnen mitteilen, ob die Einnahme eines Eisenpräparates erforderlich ist.
Bei Neigung zu Wadenkrämpfen kann Magnesium 150-300 mg tgl. hilfreich sein.
Sollten Sie andere Medikamente regelmäßig oder gelegentlich einnehmen müssen, sprechen Sie uns bittte an. Ansonsten gilt: möglichst keine Medikamente in der Schwangerschaft einnehmen.

Die Vorsorgeuntersuchung

Die Schwangerschaftsvorsorge wird von uns nach den gültigen Mutterschaftsrichtlinien durchgeführt. Wenn wir mit Ultraschall im 2. Monat eine intakte  Schwangerschaft mit Herzaktionen in Ihrer Gebärmutter festgestellt haben, erfolgt die erste Laborkontrolle.

Folgende Untersuchungen werden beim Anlegen des Mutterpasses routinemässig durch-geführt:

  • Die Blutgruppe und Antikörper gegen Blutgruppeneigenschaften werden bestimmt.
  • der Rötelnschutz wird überprüft.
  • Lues (=Syphilis) wird ausgeschlossen.
  • Wenn Sie keine Einwände haben, wird ein HIV Test gemacht, um gegebenenfalls das ungeborene Kind so gut wie möglich vor einer Übertragung zu schützen, aber auch, um das Infektionsrisiko von Hebammen und GeburtshelferInnen zu verringern.
  • Ein  Chlamydientest wird aus dem Urin oder durch einen Abstrich vom Muttermund durchgeführt. Bitte bringen Sie uns ggf. in einem sauberen Gefäß den ersten Morgen-urin.
  • Zudem erfolgt eine vollständige gynäkologische Untersuchung, eine Krebsfrüherken-nungsuntersuchung sowie das Abtasten der Brust.

2-3 Wochen später bekommen Sie Ihren Mutterpass ausgehändigt. Darin werden alle Untersuchungsergebnisse dokumentiert, so dass Sie selbst wie auch alle ÄrztInnen und Hebammen, die Sie im Verlaufe Ihrer Schwangerschaft konsultieren, über alle notwendigen Informationen verfügen. Sie sollten dieses Dokument immer bei sich tragen und zu jeder Vorsorgeuntersuchung mitbringen.

Zu den Vorsorgemaßnahmen gehören:

  • Gespräche mit einer Ärztin oder der Hebamme
  • Kontrolle und Dokumentation von Gewicht, Blutdruck und Wachstum der Gebärmutter
  • Urinkontrolle auf Blut, Eiweiß, Zucker (wir untersuchen auch auf Bakterien und weiße Blutkörperchen zum Ausschluss einer Entzündung) 
  • kleines Blutbild mit Kontrolle des Hb(Hämoglobin) zum Ausschluss einer Blutarmut (Anämie) und eines Eisenmangels, je nach Ausgangswert alle 4-8 Wochen.
  • Etwa ab der 14. Schwangerschaftswoche die kindlichen Herztöne abhören
  • Die Ultraschalluntersuchungen in der 12., 20. und 30. Schwangerschaftswoche
  • Einige Krankenkassen bieten zum Ausschluss eines Schwangerschaftsdiabetes einen Glucosebelastungstest (OGT) an, er wird in der 24. Schwangerschaftswoche durch-geführt
  • Sollte Ihre Blutgruppe Rhesus negativ sein, bekommen sie in der 28. Schwanger-schaftswoche eine Spritze, die eine mögliche Antikörperbildung gegen Blutgruppen-bestandteile Ihres Kindes unterdrückt.
  • Eine Kontrolle auf Hepatitis B erfolgt etwa in der 36. Schwangerschaftswoche
  • Ein CTG (CardioTokoGramm = Kontrolle der kindlichen Herztöne mit Registrierung der Wehentätigkeit und Kindsbewegungen) wird ab der 34/35. Schwangerschaftswoche alle 2 Wochen geschrieben.

Einige Krankenkassen bieten Programme mit zusätzlichen Vorsorgeleistungen an, z.B. eine zusätzliche Ultraschalluntersuchung in der Frühschwangerschaft, einen Glucose-belastungstest oder Maßnahmen zur Prävention von Frühgeburten. Wir beraten Sie gern zu diesen Möglichkeiten, Sie können sich aber auch selber bei Ihrer Krankenkasse informieren. 

Die Vorsorgeuntersuchungen werden bis zur 30. Schwangerschaftswoche alle 4 Wochen durchgeführt, danach alle 2 Wochen. Bei Risikoschwangerschaften können Kontrollen in kürzeren Abständen und weitere Untersuchungen erforderlich sein. Wir beraten Sie in diesen Fällen gezielt zu den für Sie wichtigen Fragestellungen.

Bei jeder Untersuchung steht ausreichend Zeit für ein Gespräch zur Verfügung. Sie sind die Expertin für Ihre Schwangerschaft! Ihre Beobachtungen sind uns außerordentlich wichtig. Pflegen Sie Ihr persönliches Gespür und den intensiven Kontakt zu Ihrem Kind!
Bei allen Terminen ist Ihr Partner/ Ihre Partnerin herzlich willkommen - wir freuen uns, wenn Sie die Schwangerschaft gemeinsam erleben und gestalten!

Pränataldiagnostik

In der Frühschwangerschaft bieten wir Ihnen eine ausführliche  Beratung zur Pränataldiagnostik an, das heißt, wir besprechen, welche Möglichkeiten es derzeit gibt, kindliche Fehlbildungen und Erkrankungen frühzeitig zu erkennen.

Eltern gehen mit diesem Thema sehr unterschiedlich um. Manche Paare entscheiden sich bewusst gegen eine Pränataldiagnostik, andere sind sehr interessiert und nutzen die Möglichkeiten. Für Paare mit erhöhtem Risiko ist es oft ein sehr schwieriger Prozess, die für sie individuell richtige Entscheidung zu finden. Bitte scheuen Sie sich nicht, genügend Zeit und kompetente Beratung in Anspruch zu nehmen.

Sie haben die Möglichkeit

  • einen Beratungstermin bei ihren Ärztinnen
  • einen psychosozialen Beratungstermin in einer Beratungsstelle (z.B. pro familia)
  • ggf. eine genetische Beratung bei einem/r HumangenetikerIn
  • bei schwerwiegenden Fragestellungen eine Konsultation bei einem/r PsychtherapeutIn

zu vereinbaren.

Wichtig ist, dass Sie die für Ihre Situation bestmögliche Entscheidung finden. Hierzu steht Ihnen auch schriftliches Informationsmaterial zur Verfügung.

Links dazu:

unser Flyer: Pränataldiagnostik

BZgA Flyer zum Ausdrucken (pdf-Dokument)

Frau Dagmar Stapper - unsere Hebamme

Selbstverständlich können Sie sich auch von einer anderen Hebamme betreuen lassen. Wir empfehlen die Vorsorgeuntersuchung im Wechsel zwischen Hebamme und Ärztin. So können Sie vom Wissen und den Erfahrungen beider Berufsgruppen profitieren.

Psychosoziale Unterstützung

Häufig ist eine Schwangerschaft eine Zeit der Umbrüche und Veränderungen, manchmal kommen alte Probleme wieder hoch. Scheuen Sie sich nicht, Ihre Belastungen mit uns, Ihrer Frauenärztin, zu besprechen, damit wir gemeinsam nach Lösungen suchen können. Sollten Einzelgespräche nicht ausreichen,  arbeiten wir eng mit PsychotherapeutInnen zusammen, die Erfahrung in der Psychotherapie schwangerer Frauen haben und Sie auf Ihrem Weg begleiten können.

Vor allem für traumatisierte Frauen ist es wichtig herauszuarbeiten, wie Sie sich angesichts der tiefgreifenden körperlich/psychischen Veränderungen in der Schwangerschaft und unter der Geburt schützen können vor einer Überflutung von Erinnerungen an frühere Ohnmachtserfahrungen.

Die Geburt

Sollten Sie eine Geburtsbegleitung durch eine Beleghebamme wünschen, müssen Sie sich in Köln sehr früh darum kümmern - möglichst vor der 12. Schwangerschaftswoche - die Hebammen sind sehr schnell ausgebucht!!

Das Hebammennetzwerk Köln, Tel.Nr. 01805212741 informiert sie gern über die Arbeit der niedergelassenen Hebammen.

Links dazu:
Krankenhaus der Augustinerinnen (Severinsklösterchen)
St. Elisabeth Krankenhaus Köln-Hohenlind
Evangelisches Krankenhaus Köln-Weyertal
Frauenklinik Bensberg (Vinzenz Pallotti Hospital)
Uni-Frauenklinik
Frauenklinik Holweide
Geburtshaus Ehrenfeld
Geburtshaus Bensberg

Wo Sie Ihr Kind gebären möchten, ob zu Hause oder in einer Klinik, können Sie im Laufe der Schwangerschaft mit uns und Ihrer Hebamme besprechen.
Köln verfügt über eine Vielzahl guter Möglichkeiten - schauen Sie sich in Ruhe an, was Sie interessiert.

Das Wochenbett

Im Wochenbett betreut Sie die Hebamme. Sie kommt zu Ihnen nach Hause und schaut nach Mutter, Kind und Vater. Nutzen Sie die Chance, stellen Sie alle Fragen und lassen Sie sich alles zeigen, bis Sie sich ausreichend sicher fühlen in der Betreuung des Kindes und bis das Stillen gut klappt. Je kürzer der Krankenhausaufenthalt desto wichtiger ist die Betreuung durch eine kompetente Hebamme im häuslichen Umfeld. 6-8 Wochen nach der Geburt kommen Sie zur Nachuntersuchung in die Praxis. Bei frühzeitiger Terminvereinbarung können wir uns besser auf Ihre Wünsche einstellen. Bei Komplikationen bekommen Sie einen kurzfristigen Termin in der Akutsprechstunde.

Wahlleistungen in der Schwangerschaft

Normalerweise sind Wahlleistungen in der Schwangerschaft nicht erforderlich. Was medizinisch notwendig und sinnvoll ist, wird von allen gesetzlichen Krankenkassen finanziert !

Trotzdem können Sie Folgendes als Wahlleistung in Anspruch nehmen, wenn Sie es  wünschen.

  • Blutkontrolle auf Toxoplasmose in der Frühschwangerschaft und in der 20.-25. Schwangerschaftswoche. Eine frühzeitig erkannte Infektion kann antibiotisch behandelt werden.
  • Blutkontrolle auf Zytomegalie in der Frühschwangerschaft.
  • Einen Zuckerbelastungstest zum Ausschluss eines Schwangerschaftsdiabetes, wenn er nicht von der Kasse getragen wird (bei Risikofaktoren übernimmt Ihre Krankenkasse die Kosten ohnehin).
  • Zusätzlicher Ultraschall, wenn Sie Ihr Baby noch einmal sehen möchten.
  • Eine Kontrolle auf bestimmte Erreger im Vaginalsekret, die für Ihr  Kind bei der Geburt ein Infektionsrisiko darstellen können (Streptokokken und Gonokokken/Tripper).
  • Eine homöopathische Behandlung bei Frau Moog zum Beispiel bei Übelkeit in der Frühschwangerschaft oder bei Stillproblemen.
  • Akupunktur bei Frau Zirwes bei Beschwerden in der Schwangerschaft wie Übelkeit/ Erbrechen oder Rückenschmerzen, bei Lageanomalien des Kindes, zur Geburts-vorbereitung oder bei Stillproblemen.
  • Progressive Muskelrelaxation bei unserer Arzthelferin Frau Jung (Heilpraktikerin), zum Beispiel bei erhöhtem Blutdruck oder bei Belastungssituationen.
  • Ernährungsberatung bei unserer Arzthelferin Frau Daßler (Ernährungsberaterin).

Die Vor- und Nachteile dieser Zusatzuntersuchungen werden wir im Laufe der Schwangerschaft ansprechen und erklären. Ihnen steht auch unser Flyer „Wahlleistungen in der Schwangerschaft“ zur Verfügung. Die Kosten der einzelnen Angebote teilen wir Ihnen auf Nachfrage gerne mit.

Weitere Schwangerschaftsinformation finden Sie  unter  Pränataldiagnostik und Häufige Fragen.

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Letzte Änderung vom 28.01.2011

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