Häufige Fragen

Was soll ich tun, was nicht?

Genießen Sie die Schwangerschaft, lassen Sie es sich gut gehen und versuchen Sie, übermäßigen Stress von sich fernzuhalten! Gleichzeitig ist eine Schwangerschaft keine Krankheit. Sie können sich körperlich, psychisch und geistig soviel Leistung abverlangen, wie Sie möchten, solange es Ihnen damit gut geht.

Versuchen Sie, das Rauchen so rasch wie möglich zu beenden.

Auf Alkohol sollten Sie verzichten.

Wenn Sie bei Erdarbeiten (Garten, Blumen umtopfen) Handschuhe tragen, reduzieren Sie das Infektionsrisiko für Toxoplasmose.

Beachten Sie die Hinweise zu:

Ernährung

Sport

Sauna

Solarium

Reisen

Sexualität

Berufstätigkeit

Ernährung

Wichtig ist eine gesunde und ausgewogene Ernährung mit frischem Obst und Gemüse, wenig Süßes.

Kein rohes Fleisch wie z.B. Tatar, Mett, rotes Steak, Salami, frische Leberwurst (Toxo-plasmose- und Listerioserisiko).

Kein Rohmilchweichkäse und keine frische Milch vom Bauern (Listerioserisiko).

Keinen rohen Fisch sowie geräucherte und marinierte Fischerzeugnisse (Listerioserisiko).

Keine verpackten Blattsalate (Listerioserisiko).

Keine rohen Eier (Salmonellenrisiko).

Vitamin- oder Calcium-Tabletten sind bei ausgewogener Ernährung nicht erforderlich!!

Sport

Sie können nahezu all Ihre gewohnten Sportarten bedenkenlos ausführen (Gymnastik, Radfahren, Schwimmen, Joggen). Auf Leistungssport sollten Sie verzichten.

Achten Sie darauf, was Ihnen gut tut und nehmen Sie Ihre Körpersignale ernst!

Vorsicht bei Sportarten mit erhöhtem Verletzungsrisiko (Reiten, Abfahrtsskilauf, Klettern) und Tauchen.

Sauna

Nicht zu heiß und nicht zu lang - achten Sie auch hier darauf, was Ihnen gut tut!

Vorsicht bei Kreislaufproblemen in der Frühschwangerschaft.

Solarium

Regelmäßiges Bräunen im Solarium tut der Haut nicht gut. Es  ist unklar, ob in der Schwangerschaft eine mögliche Überwärmung für das Ungeborene Folgen haben kann.

Reisen

Eine günstige Reisezeit ist das mittlere Schwangerschaftsdrittel (ca. 14.-28. Woche).

Lange Flüge sind mit einer Strahlenbelastung durch die  Radioaktivität in grossen Höhen und einem erhöhten Thromboserisiko verbunden.

Die Risiken einer evtl. notwendigen Impfung oder medikamentösen Prophylaxe sind abzuwägen.

Manche Fluggesellschaften verlangen eine ärztliche Unbedenklichkeitsbescheinigung.

Sie sollten auf jeden Fall eine Reiserücktrittsversicherung abschliessen, wenn Sie in der Schwangerschaft eine Reise buchen wollen.

Sexualität

Probieren Sie, was Ihnen in der Partnerschaft Spaß macht und gut tut. Bei einer unkom-plizierten Schwangerschaft können Sie zu jedem Zeitpunkt und in jeder beliebigen Position miteinander schlafen. Manche Frauen haben in der Schwangerschaft mehr Lust auf Sex und intensivere sexuelle Empfindungen als außerhalb der Schwangerschaft, andere Frauen haben weniger sexuelle Bedürfnisse. Für die meisten Frauen ist Nähe und Geborgenheit besonders wichtig.

Auch die Bedürfnisse der Männer bzw. der Partnerin verändern sich häufig durch die Schwangerschaft. Reden Sie offen mit Ihrem Partner / Ihrer Partnerin!

Wenn schwerwiegende sexuelle Probleme Ihre Partnerschaft belasten, können Sie jederzeit einen Gesprächstermin bei Ihrer Ärztin  vereinbaren.

Bei drohender Frühgeburt oder Blutungen sollten Sie auf Geschlechtsverkehr verzichten.

Berufstätigkeit

Das Mutterschutzgesetz soll Frauen in der Schwangerschaft vor Gefährdungen und Überlastung  schützen.

Sobald Sie Ihrem Arbeitgeber mitgeteilt haben, dass Sie schwanger sind, sind Sie unkündbar.

Bitte sprechen Sie mit uns über evtl. Probleme am Arbeitsplatz!

Besonders Mobbing aufgrund einer Schwangerschaft stellt eine sehr grosse Belastung dar. Wenn Sie davon betroffen sind, sollten Sie die Situation nicht einfach hinnehmen, sondern sich aktiv Unterstützung holen.

Landesspezifische gesetzliche Veränderungen haben dazu geführt, dass Frauen, die beruflich mit Kindern arbeiten, zu Beginn der Schwangerschaft auf ihren Immunstatus bzgl. risikoreicher Infektionskrankheiten überprüft werden müssen. Zusätzlich zu den üblichen Vorsorgeuntersuchungen sind diese in der Regel Kontrollen zu Windpocken, Ringelröteln, Masern, Mumps und Zytomegalie. Die Kosten dieser Untersuchungen muss der Arbeitgeber übernehmen.
Sollte kein ausreichender Infektionsschutz vorliegen, muss der Arbeitgeber Ihnen einen anderen Arbeitsplatz - z.B. eine Bürotätigkeit - zur Verfügung stellen, oder, wenn dies nicht möglich ist, ein Beschäftigungsverbot aussprechen.
Bitte erkundigen Sie sich ggf. bei Ihrem Arbeitgeber, welche Maßnahmen vorgesehen sind und wie die Kostenerstattung abgewickelt wird.

Informationen zum Mutterschutz im Internet:
Leitfaden zum Mutterschutzgesetz und beim Amt für Arbeitsschutz,

oder telefonisch bei der Bezirksregierung Köln,  Tel. (0221) 147-4829

Weitere Schwangerschaftsinformation finden Sie  unter  Schwangerschaft/Geburt/Wochenbett und Pränataldiagnostik

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Letzte Änderung vom 28.01.2011

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